seher cakir

seher çakir wurde in istanbul geboren und wuchs in wien auf. 2005 erhielt sie den exil-literaturpreis, seither mitglied der exil-autorInnenwerkstatt,  2004 erschienen ihre „mittwochgedichte“ im hans schiler-verlag, berlin, 2008/2009 erhielt sie ein österreichisches staatsstipendium für literatur. 2009 legte sie mit „zitronenkuchen für die 56. frau“ (edition exil) ihr viel beachtetes posadebut vor. die autorin lebt in wien. mit „ich bin das festland“ folgte 2012 in der edition exil ihr lang erwarteter zweiter erzählungsband, der bei der kritik und bei den leserInnen begeistert aufgenommen wurde.

bücher
 seher çakır: ich bin das festland
 seher cakir: zitronenkuchen für die 56. frau

ágnes czingulszki
geboren 1987 in baja, südungarn. kam 1989 nach deutschland. 1997 rückkehr nach ungarn, studium der kommunikations- und medienwissenschaft und norwegisch in budapest mit abschluss 2009. lebt jetzt in innsbruck, wo sie als redakteurin eines lokalblattes arbeitet. publikationen (ungarisch und deutsch). zahlreiche literaturpreise wie schwäbischer literaturpreis 2012 und 2013 und exil-literaturpreis 2014. „ich dachte an siracusa“ ist ihr erstes buch.
bücher
 agnes cszingulszki: ich dachte an siracusa

dimitré dinev
1968 in plovdiv, bulgarien, geboren, lebt seit etwa zwölf jahren in wien. er studierte philosophie, ethnologie und russische philologie. zahlreiche literaturpreise in österreich und deutschland. seine magische prosa besticht vor allem durch die dichte der geschichten, den rhythmus der sprache und die knappheit des stils. dimitré dinev schreibt in deutscher sprache. er arbeitet auch für das theater und den film. sein stück „russenhuhn“ nach der trilogie „die troerinnen“ des euripides wurde 1999 mit großem erfolg im wuk-theater in wien uraufgeführt. sein zweites stück „haut und himmel“ ist 2005/2006 in den wiener wortstätten entstanden. uraufführung im dezember 2006 im rabenhoftheater wien, regie hans escher. im april 2007 wird sein stück "das haus des richters", ein auftragswerk für das wiener burgtheater im akademietheater uraufgeführt.

der bulgarische autor dimitré dinev, der 2003 mit seinem roman „engelszungen“ bei deuticke einen sensationserfolg landen konnte, wurde durch den literaturpreis „schreiben zwischen den kulturen“ des vereins exil im jahr 2000 entdeckt. seine erzählung "boschidar" erschien im jahr 2000 in der anthologie "fremdland" zusammen mit einem ausführlichen interview. (das buch ist inzwischen vergriffen).

sein erstes buch „die inschrift“ (fünf erzählungen) ist 2001 in der edition exil erschienen und präsentierte den autor erstmals als blendenden geschichtenerzähler. „die inschrift“ ließ die kritik bereits aufhorchen. zahlreiche literaturpreise haben seinen ruf als schriftsteller inzwischen gefestigt. 2005 erschien bei deuticke "ein licht über dem kopf" (zehn erzählungen).
bücher
 best of 10
 wortstaetten n°1
 die inschrift
 arbeitistarbeit

didi drobna
geboren 1988 in bratislava, lebt seit 1991 in wien, studierte kommunikationswissenschaft und germanistik an der universität wien und arbeitet als projektmanagerin in der internetwirtschaft. 2010 exil-literaturpreis, seitdem mitglied der schreibwerkstatt der edition exil. seit 2012 studium der sprachkunst an der universität für angewandte kunst in wien. 2012  fm4 literaturpreis wortlaut. 2013 startstipendium für literatur des bka kunst.
bücher
 didi drobna: zwischen schaumstoff

susanne gregor
susanne gregor, geboren 1981 in zilina, slowakei, lebt seit 1990 in österreich. wie ein roter faden ziehen sich erfahrungen der kulturellen unterschiede durch ihr leben und ihre literatur. 2009 erhielt sie den förderpreis des hohenemser literaturpreises. 2010 den hauptpreis der exil-literaturpreise.
bücher
 susanne gregor: kein eigener ort

alma hadzibeganovic
geboren in brcko, bosnien-herzegowina, flüchtete 1992 aus sarajevo, wo sie kunstgeschichte studiert hatte. 1992-1999 lebte sie in wien, anschließend in utrecht/holland, wo sie ihr studium abschloss. seit 2001 ist wien ihr lebensmittelpunkt, wo sie in den letzten jahren vor allem dramatische texte für mehrere theaterprojekte u.a. die wiener wortstaetten ("das stück") schrieb.

1997 erhielt alma hadzibeganovic den 1.preis der literaturpreise „schreiben zwischen den kulturen"  für ihren text „zz00m: 24 std. mix 1. of me oder penthesilea in sarajevo", der mit ironisch- satirischen mitteln das absurde nebeneinander von klassischem bildungsgut und videomüll westlicher jugendkultur im belagerten sarajevo schildert. (der text ist veröffentlicht in der anthologie „schreiben zwischen den kulturen“ edition exil 1997).

im winter 2000 brachte alma hadzibeganovic in der edition exil ihr erstes buch heraus. „ilda zuferka rettet die kunst". eine sammlung von prosa und lyrik. ein buch, in dem vom leben der generation der bosnienflüchtlinge der 90er jahre die rede ist. sie „slackern auf der mariahilfmir straße ... alle fünf schritte hört man hier unsere muttersprache."
bücher
 anthologie: schreiben zwischen den kulturen
 ilda zuferka rettet die kunst

ekaterina heider
geboren 1990 in irkutsk, russland, lebt seit 2001 in wien, 2010 erhielt sie den jugendpreis der exil-literaturpreise. seit 2011 studium am institut für sprachkunst der universität für angewandte kunst in wien. publikationen in anthologien der edition exil 2009 und 2010 und in literaturzeitschriften. startstipendium für literatur des bm:ukk 2012.  hauptpreis der exil-literaturpreise 2012. „meine schöne schwester“ ist ihr erstes buch.
bücher
 ekaterina heider: meine schöne schwester

grzegorz kielawski
geboren 1981 in wałbrzych, polen, studium der germanistik in wien, redaktionsmitglied der kunst- und literaturzeitschrift zeitzoo, exil-literaturpreisträger 2007 im wettbewerb „schreiben zwischen den kulturen", staatsstipendium für literatur des bm:ukk 2009/2010, lebt als autor, übersetzer und fotograf in wien.
bücher
 grzegorz kielawski:„so wie du kann jeder aussehen“
 anthologie: passwort

petra lehmkuhl
wurde 1975 in bremen geboren, studierte in berlin und wien germanistik, kunstgeschichte und neuere deutsche literatur. 1998-1999 erasmus-stipendium und einjähriger aufenthalt in wien. 2006 - 2009 freie lektorin (molden verlag, wien). arbeit für galerien in new york und berlin. sie lebt als freie lektorin und freie autorin in berlin.
2003 preisträgerin des berliner „open mike“- wettbewerbs junger deutschsprachiger literatur (allitera verlag, münchen).  2005: exil-literaturpreis. seit 1999 zahlreiche veröffentlichungen in anthologien der edition exil.
bücher
 petra lehmkuhl: „dürfen ist pflicht“

mircea lăcătus
mircea lăcătus
der dichter und bildhauer mircea lăcătus, geboren 1962 in gherla, transsylvanien (rumänien), besuchte das kunstgymnasium in arad und schloss 1989 sein studium an der kunstakademie in bukarest ab. seit 1990 lebt er als freischaffender künstler in wien. 2007 erhielt er den lyrikpreis der exil-literaturpreise.
bücher
 mircea lacatus: rund um meine eltern eine burg

denis mikan
denis mikan, geb. 1974 in titograd (heute podgorica)/montenegro, lebte bis zum kriegsausbruch in zvornik/bosnien-herzegowina. Seit 1996 wohnt er in wien. denis mikan erhielt 1998 den ersten preis der literaturpreise „schreiben zwischen den kulturen“ des vereins exil.
bücher
 emil

anna mwangi
in budapest geboren, kam 1963 mit ihrer familie nach wien. sie studierte russisch und englisch und arbeitete 35 jahre lang als hauptschullehrerin in österreich. sie ist verwitwet und mutter von drei erwachsenen kindern. 2012 exil-literaturpreis, seither mitglied der exil-autorInnenwerkstatt. veröffentlichungen von kurzgeschichten in anthologien.
bücher
 anna mwangi: die kinder des genossen rakosi

julya rabinowich
1970 in st.petersburg geboren, lebt seit 1977 in wien. nach einem dolmetsch- und übersetzerstudium und einer psychotherapieausbildung (propädeutikum) studierte sie an der universität für angewandte kunst malerei. studienabschluss 2006. 2005 erhielt sie den ersten preis der exil-literaturpreise „schreiben zwischen den kulturen“. zahlreiche veröffentlichungen in anthologien, darunter in „wortbrücken“ (edition exil 2005) und „best of 10“ (edition exil 2007). „mdr preis“ beste kurzgeschichte 2006, drama „tagfinsternis“ im rahmen der wiener wortstätten 2007, publiziert in „worstaetten no.2“ (edition exil 2007), drama „nach der grenze“ uraufführung im wuk von thiyatrobrücke 2007, erscheint 2008 in italienischer sprache. derzeit stipendiatin des retzhofer literaturpreises, oktober 2008 uraufführung „orpheus im nestroyhof“. sie erhält für ihren debutroman "spaltkopf" (edition exil 2008) den rauriser-literaturpreis 2009.
bücher
 julya rabinowich: spaltkopf

erwin rennert (1926 - 2009)
1926 in wien in eine jüdische familie geboren, emigrierte als dreizehnjähriger allein in die usa. seine eltern blieben in wien zurück und fielen dem naziterror zum opfer. mit sechzehn wandert er von new york nach kalifornien. 1945 kommt er als amerikanischer soldat nach europa, lernt in deutschland seine spätere frau kennen, und geht mit ihr 1947 in die usa. lehrtätigkeit an der new york university als lektor in deutsch und deutscher literatur.

1961 rückkehr nach wien mit seiner frau und den sechs gemeinsamen söhnen. seit 1991 schrieb er limericks, die er in drei bänden beim verlag christian brandstätter in wien herausbrachte.

"der welt in die quere" sind seine lebenserinnerungen
bücher
 der welt in die quere
 fast schon amerikaner

emil rennert
wurde 1986 in wien geboren und begann früh als radiomoderator zu arbeiten. im jahr 2005 produzierte er den dokumentarfilm “eine verschwundene welt” über die letzten holocaust überlebenden der kleinstadt radautz in der bukowina. seit 2006 moderierte emil rennert holocaust education workshops für schulklassen. von 2006 bis 2008 arbeitete er am leo baeck institute new york, für welches er zahlreiche oral history interviews mit österreichischen holocaust überlebenden durchführte.
bücher
 flucht-exil-heimat
 fast schon ein ritual -
 shani bar on,emil rennert: „die jüdische bukowina“
 DVD: eine verschwundene welt

kveta schubertova
fotografin und filmemacherin, geboren 1973 in kadan (cs), lebt seit 2001 in wien.
radio-u. zeitungsjournalismus in prag (cesky rozhlas). kurs „photographie“ in wien. privatunterricht in photographie bei univ. prof. robert devis. entwickung und leitung verschiedener projekte mit jugendlichen in wien. leitung einer breakdance-jugend- und kindergruppe, zusammenarbeit mit dem tv-sender OKTO, aufbau eines multikulturellen kinder- u. jugendprojekts zur förderung der künstlerischen selbstentfaltung.
bücher
 DVD : straßenkunst – kunst zum überleben

ceija stojka (1933 - 2013)

die österreichische romakünstlerin ceija stojka wurde am 23. mai 1933 in einem dorfgasthof in kraubath in der steiermark in eine familie fahrender lowara-roma geboren. 1943 wurde sie mit ihrer familie in die konzentrationslager auschwitz, später nach ravensbrück und bergen-belsen deportiert. der vater und ceijas jüngster bruder sowie zahlreiche weitere familienmitglieder wurden von den nazis ermordet. zwei brüder, die schwestern, ceija und die mutter überlebten die todeslager. nach dem krieg nahm sie mit der mutter das leben der fahrenden wieder auf. doch mit dem aufkommen der traktoren war den lowara, früher pferdehändler, bald die grundlage ihrer existenz entzogen. die familie lebte nun in wien, zuerst noch in wohnwagen, später erst in einer wohnung. ceija arbeitete als marktfahrerin und teppichverkäuferin.

1988 schrieb sie ihr erstes buch „wir leben im verborgenen“ (picus verlag, wien), in dem sie als erste romni von den unfassbaren leiden der roma in den vernichtungslagern der nazis berichtet. die vernichtung der roma und sinti war bis dahin in der aufarbeitung des holocaust in österreich kaum thema gewesen. das buch trug maßgeblich zur emanzipationsbewegung der roma in österreich bei. 1992 folgte ihr zweites buch “reisende auf dieser welt“ (picus verlag). ceija stojka erzählt darin vom leben der roma nach dem krieg. 1988 hat sie zu malen begonnen. seither sind ihre bilder in zahlreichen ausstellungen in deutschland, polen, österreich, der schweiz, japan und in den usa gezeigt worden. 2005 brachte der PICUS-verlag ihr neuestes buch „träume ich, dass ich lebe?“ heraus. 2008 erschien in der edition exil ihr großer kunstdruckband „auschwitz ist mein mantel“, der einen repräsentativen überblick über ceija stojkas leben und ihr bildnerisches lebenswerk bietet. 2009 wurde ihr von fr. unterrichtsministerin dr. c. schmied der berufstitel professorin verliehen. ceija stojka lebte in wien. sie ist am 28.1.2013 in wien gestorben.

bücher
 ceija stojka: auschwitz ist mein mantel

sina tahayori
sina tahayori wurde in shiraz, im iran geboren und lebt seit den 1980er-jahren in wien.  exil-literaturpreis 2004, stipendiat des literarischen colloquiums berlin 2009, staatsstipenium für literatur 2010/2011.
bücher
 sina tahayori: „orientextrem“

ruth weiss
“ruth weiss ist, unbestritten, die weibliche stimme der beat generation”  (jörg duit, orf, ö1). ruth weiss, dichterin, performancekünstlerin, dramatikerin, filmemacherin und schauspielerin wurde 1928 in berlin in eine jüdisch-österreichische familie geboren. 1933 flüchtete sie mit ihren eltern nach wien, 1938 in die usa. während der beat-ära ab mitte der 50er jahre innovierte sie poesie mit jazz. legendär wurden ihre jazz-poetry-performances auf der bühne des clubs “the cellar“ (san francisco). ruth weiss lebt und arbeitet in kalifornien.
bücher
 ruth weiss: make waves
 ruth weiss the snake sez yesssss
 ruth weiss: a fool’s journey. die reise des narren
 ruth weiss: full circle
 no dancing aloud

antina zlatkova
geboren 1990 in bulgarien lebt seit 2009 in wien und studiert hier „transarts“, an der universität für angewandte kunst und  publizistik- und kommunikationswissenschaften an der universität wien; zahlreiche preise und stipendien. veröffentlichungen: zlatkova, antina: „кораби от хартия“ (papierschiffe), verlag „znatsi“, bulgarien 2010. 2010 kunst-installation „papierschiffe“, montana, bulgarien; 2011 kunst-installation „something to remember by“, goatmilk-festival, bulgarien.
bücher
 antina zlatkova: fremde geografien